Bewegtheit aus innerer Stille entschlummert - als erlebende innere Wahrnehmung, welche die Grenzen u

(Acryl auf Leinwand, 90 x 60 cm)

„Edel ist nur, was Herkunft hat und sich als das Bleibende im Wandelbaren offenbart. Es ist die stillende Ruhe, der jede Bewegung entspringt... Jenseits aller lediglich physikalischer Bewegung liegt das Geheimnis. Das, was uns innerlich bewegt und uns auf den eigentlichen und eigenen Weg bringt...ist die Ruhe der uns tragenden Heimat...ist das Gestilltwerden durch die Quelle des eigenen Selbst...“ Bernd Schäper "Bewegtheit aus innerer Stille entschlummert - als erlebende innere Wahrnehmung, welche die Grenzen unserer Seele ausdehnt" - er ist ja ein wenig lang geworden, der Titel, aber er war in meinen Augen absolut nötig... Ich hatte mir ganz besondere Farben für die Bewegtheit ausgesucht, einen Hintergrund im samtigen Burgunderrot, der einen Ruhepol bildet und doch in sich ein Rätsel verbirgt und sich so mit der Gestalt verwebt, daß es nicht aufdringlich wirkt, nicht wirklich verschmilzt, sondern ineinanderfließt, in eine inneren Bewegung... Solch ähnliche Farben hatte ich schon beim Bild der Schuld genommen, nur hier sollte es nicht an die Schuld erinnern, aber da ich der Bewegtheit die Gestalt einer nackten Frau geben wollte, ohne die Nacktheit zu betonen, dachte ich, diese Farben halten den Betrachter auf Abstand. Die Bewegung ihres Körpers bzw. die Beziehung ihres Körpers in der Bewegung scheint in einem "Gespräch" mit dem Element der Luft und was in der Luft liegt zu stehen ... eine Zwiesprache, die das Lebendige mit dem eigentlich unsichtbaren Grund in sich verfließen läßt. Das Rot sollte nicht schuldig brennen, es sollte auch nicht leidenschaftlich glühen, aber es sollte ungemütlich wirken; keine Darstellung von Lust, keine wirkliche erotische Einladung, das Rot sollte unnahbar wirken. Der Körper der Frau bekommt nicht den schönen harmonischen Altgoldanstrich - ich habe einen Hauch Grün mit hineingemischt und hoffte, daß die Wirkung durch die Erinnerung an einen kupfernen Ton eher an eine Statue denken läßt, als an Fleischeslust. So wird das Wesen der Bewegung, die von innen heraus kommt, hervorgehoben...dabei sollte die Bewegung gar nicht groß sein, denn es geht nicht um die Bewegung als solche, sondern darum, wo die Bewegung entsteht... Dabei kam mir der Gedanke, wie schwierig es ist, etwas Wichtiges in der heutigen Zeit zu bewegen, obwohl sich ja so vieles Unkontrolliertes überstürzt bewegt, daß es uns förmlich überollt. Vielleicht tut es gut, darüber nachzudenken, wo man den Ursprung findet, um mit einem wirklich sinnvollen Anstoß einen Stein ins Rollen zu bringen, der Dinge bewegt, die gesund für die Menschen sind...

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